Unbemerkt von der Masse der Menschen findet ein Kampf um die Seele Europas statt, in dem die Bewahrer der abendländischen Zivilisation Kräften gegenüberstehen, die diese zerstören wollen und dazu ein radikal anderes Menschenbild durchsetzen. An die Stelle des abendländischen Menschen tritt zunehmend ein jeglicher tradierten Bindung entkleideter Typus, den Nietzsche als den „Letzten Menschen“ und Spengler als den „Fellachen“ bezeichnet hatte. Dieser neue Mensch gleicht einem „philosophischen Zombie“, der aufgrund seiner Seelenlosigkeit als Faktor in der Weiterentwicklung seiner eigenen Zivilisation ausgeschaltet ist.
Das Verschwinden der Verteidiger einer Zivilisation muss zu ihrem Tod führen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass dieser Prozess noch aufgehalten oder gar umgekehrt werden kann. Der Auftrag der letzten Abendländer ist es daher, sturmfeste Strukturen zu schaffen, welche die Kontinuität der Essenz ihres zivilisatorischen Erbes auch in den bevorstehenden Unwettern sicherstellen können, damit es zu einem Licht für die fernste Zukunft werden kann. Dies sollte nicht als Akt von Defätismus und Resignation gesehen werden, sondern vielmehr als eine Pflicht und als eine Aufgabe, die eines Tages vielleicht gleichrangig neben den großen Werken der schöneren Tage der Vergangenheit Europas stehen wird.