Sind wir in unserer „liberal-demokratischen“ Gesellschaft frei, von unserem (liberalen) Grundrecht Gebrauch zu machen und unsere Meinung frei zu sagen? Umfragen bestätigen, dass viele Bürger in der BRD den Eindruck haben, dass man aufpassen muss, was man sagt. Beziehungsweise: Sicherlich kann man sagen, was man will, doch muss man dann mit den Konsequenzen leben, heißt es.

Werden bestimmte Meinungen nicht sanktioniert? Wenn man nicht mehr frei ist, seine Meinung zu sagen, dann stellt sich die Frage, ob wir in einer Diktatur leben. Die Zeit der Corona-Maßnahmen (mit einer parlamentarisch beschlossenen Impfpflicht in Österreich) haben quasi über Nacht eine erschreckende diktatorische und totalitäre Entfaltung offenbart. Zwar leben wir aktuell auch nicht mehr in Zeiten eines „harten“ Totalitarismus, wie es ihn im 20. Jahrhundert gab und wir ihn aus den Geschichtsbüchern kennen, doch ist die Analyse der politischen Theoretikerin Hannah Arendt zutreffend, dass wir es heute mit einer neuen, sanften und schwerer durchschaubaren Form des Totalitarismus zu tun haben?

Forschungsprojekt

Europa Aeterna startet nach seiner Konferenz ab Februar 2025 das Forschungsprojekt „Neototalitarismus entlarven“, zu dem auch der Leser dieser Zeilen eingeladen ist, einen Beitrag zu liefern. Es werden verschiedene Aspekte und Tiefendimensionen der Thematik erforscht und es soll Aufklärungsarbeit geleistet werden. Wie zeigt sich dieser Totalitarismus? Wird er von Bürokraten, Propagandisten und Technokraten bestimmt? Wird er durch eine Indoktrinierung und Gruppenhypnotisierung der Gesellschaft ermöglicht, die schleichend zu einer menschlichen Verschiebungsmasse verkommt, die wiederum leicht manipulierbar ist? Die Medien spielen hier eine entscheidende, wirkmächtige Rolle. Ein wichtiger Aspekt wird die psychologische Untersuchung betreffen – welche seelischen Auswirkungen hat dieser freiheitsgefährdende Neototalitarismus, den es zu entlarven und zu bekämpfen gilt. Doch vorab heißt es, insbesondere nach den ideologischen Wurzeln zu suchen. Welche falschen Ideen münden in Intoleranz und Diskriminierung?

Identitätsvernichtung, Traditionsverachtung, Geschichtsvergessenheit, Biologieverneinung sind heute genauso wie die Propagierung eines falschen und reduktionistischen Freiheits- und Gleichheitsbegriffs feststellbar. Ressentiment und auch Neid werden in Folge zur Triebkraft eines tief empfundenen und entfremdenden Gefühls der Unzugehörigkeit, des Verlorenseins im Kosmos, was destruktive Reaktionen erklären kann, aber insbesondere auch einen Wirklichkeitsverlust darstellt. Dieser Verlust wird kompensiert durch die Schaffung einer utopischen Traumwirklichkeit – kognitive Dissonanzen werden meist mit Lügen quittiert. Doch könnte, mit Hannah Arendt gesprochen, ein Intellekualismus eine Ursache des Problem sein? Lebt der totalitäre Mensch in einer Scheinwirklichkeit? Das rein immanente Streben nach utopischer Vollkommenheit, ein Szientismus oder auch ein „Frageverbot“ (Eric Voegelin) und die fehlende Klärung existentieller Fragen, etwa nach dem „Wahren, Schönen und Guten“ (Platon), sind zu untersuchende Komponenten eines Totalitarismus.

Demokratie versus Demokratur und Moral versus Moralismus

Ein Augenmerk wird bei den Untersuchungen der aktuelle „real existierenden BRD“ gelten, in der gegenwärtig ein Demokratieabbau stattfindet – mitsamt Zensurmaßnahmen der Regierung und des Einsatzes der „Demokratie“ als poltische Waffe. Wie in vielen anderen Staaten findet ein immer offenkundigerer, systemischer Machterhalt statt: Staatliche und subventionierte Medien propagieren das erwünschte Narrativ der Mächtigen und der vorherrschenden Ideologie. Die veröffentliche Meinung hat dabei nachweislich größte Affinitäten für die so genannten „Grünen“, mit der Folgewirkung des Verlusts an Objektivität und Glaubwürdigkeit. Wahrheitsverdrehungen, Lügen, Propaganda und Gewalt gehören zum täglichen Geschäft, wodurch sich historische Vergleiche aufdrängen. Durch neue und alternative Medien bröckelt diese Deutungshoheit zunehmend. Dass ehemalige SPD/Ö-Wähler mehrheitlich die NSDAP wählten und sich bei den Gründungsmitglieder der „Grünen“ ehemaligen „Nazis“ finden, sollte bekannt sein und eine Verwandtschaft erkennen lassen. Eine Charakterstudie bezüglich des Mitläufertums wäre wichtig.

Als markant zu bezeichnen, ist das Fehlen der Frage nach dem guten Leben (Jürgen Habermas) und somit einer Tugend- und Charakterlehre der heute verbreiteten Ideologie, was zu einer schwer erträglichen Heuchelei und Doppelmoral führt, ist deren Moral doch ein Moralismus, der an falschen Maßstäben Maß nimmt. Alles dies ist bedingt durch eine mangelhaften Anthropologie, überhaupt einen Wahrheitsverlust und somit die Ermöglichung eines nicht immer offensichtlichen, weil auch „sanften“ Totalitarismus. Die Prämissen jener virulenten Weltanschauung führen aktuell zu Vorstellungen eines problematischen Genderismus und etwa auch der Propagierung von Minderheitenrechten, die alleine schon für den Fortbestand unserer Gesellschaft als nicht normativ zu betrachten und somit als sehr destruktiv zu bewerten sind. Doch Studien zeigen, dass die Jugend nach Orientierung strebt und die klassischen Tugenden leben will (siehe Shell-Jugendstudie). Die Wahl von Donald Trump hat auch gezeigt, dass der Wähler eines bevormundenden woken Hypermoralismus überdrüssig ist.

Linksfaschismus und Antichristentum?

Es stellt sich die Frage, ob dieser heute wachsende Totalitarismus in westlichen Gesellschaften, der die Demokratie zerstört, nicht eine bestimmte Quelle hat, nämlich eine linke Ideologie, die sich mitunter auch als ein „linker Faschismus“ (Jürgen Habermas) zeigt. Man denke etwa an die terroristische RAF oder heute beispielsweise an die gewaltbereite „Antifa“. Es wird sich insbesondere auch die Frage nach den antichristlichen Elementen dieser Ideologie stellen. Man betrachte etwa die Freistellung der Werbung für Abtreibungen, oder das „Selbstbestimmungegesetz“ (zur Selbstverstümmelung von Jugendlichen) der Ampelregierung in der BRD. Eine unnötige „Home-Ehe“, die „an der Wirklichkeit vorbei geht“ (Kardinal Schönborn), oder die kriminelle Sexualierungspädagogik an Schulen sprechen für sich. Aus ihrer christophoben und antichristlichen Gesinnung machen bestimmte Politiker keinen Hehl, wenn man an die als Jungpolitiker geäußerten skandalösen Worte des SPÖ-Parteivorsitzenden Andreas Babler denkt, Stalin verteidigen und das Kreuz verbrennen zu wollen! Diktatorische Phantasien sind im Marxismus grundgelegt, Karl Marx im Orginal:

„Einen Thron will ich mir aufbauen, kalt und riesig soll sein Gipfel sein, sein Bollwerk sei ihm übermenschlich Grauen, und sein Marschall sei die düstʼre Pein!“ (aus: Das verzweifelnden Gebet)

In der gesamten Welt findet aktuell ein großer Kampf zwischen Kräften einer konservativ orientierten Selbstachtung und Selbstbehauptung bzw. der Tradition und Kräften eines Linksliberalismus mitsamt Fortschrittsideologie bzw. Globalismus statt. Letztere halten sich für gut – sind sie es auch? Ein Globalismus als Ideologie der Entgrenzung setzt sich zusammen aus einem emanzipatorischen Liberalismus und einem Neo- bzw. auch Kulturmarxismus. Ein zentrales Symbol dieser zersetzenden und von den Medien meist unterschwellig stark propagierten Ideologie ist der (umgedeutete) Regenbogen (mit sechs Farben), der gleichzeitig auch Symbol eines Sexualismus ist.

Es geht im Forschungsprojekt um dreierlei: 1) einer genauen Analyse linker Ideologie, mutiert sie doch sehr oft zu Intoleranz und Totalitarismus, dann 2) der Einsicht in die Notwendigkeit einer Umkehr verbunden mit der Frage: Leben wir noch in Freiheit und in einer Demokratie? Und letztlich, 3) echter, heilsamer „Impfungen“ gegen große und gefährliche Verirrungen!

Forschungsleitung: Dr. Christian Machek

Bisher erschienene Beiträge: