Gedenktag: Kardinal Mindszenty und sein Widerstand gegen den Kommunismus

Ansprache von Karidnal Mindszenty anlässlich des ungarischen Aufstand gegen den Kommunismus 1956

Vor genau 50 Jahren, am 6. Mai 1975, starb der ungarische Kardinal József Mindszenty in Wien. Mindszenty wurde durch seinen unerbittlichen Widerstand gegen den gottlosen Kommunismus und sein Einstehen für einen wahren katholischen Glauben weltberühmt. Im Februar 2019 erließ Papst Franziskus ein Dekret, in dem er feststellte, dass Mindszenty „heroische Tugenden“ besaß, was ihn dazu qualifizierte, als „Ehrwürdiger Diener Gottes“ bezeichnet zu werden – der erste wichtige Schritt zur Seligsprechung. Heute liegt Kardinal Mindszenty in der Mariä-Entschlafenskirche der Basilika von Esztergom, einem ungarischen Heiligtum, begraben, die täglich von Pilgern besucht wird, die um seine Fürsprache beten. Er trug den Titel Fürstprimas von Ungarn.

József Mindszenty wurde am 29. März 1892 im österreich-ungarischen Kaiserreich geboren, am 12. Juni 1915, dem Fest des Heiligsten Herzens Jesu, zum Priester geweiht und am 25. März 1944 zum Bischof von Veszprem geweiht. Vom 27. November 1944 bis zum 20. April 1945 wurde er von den Nationalsozialisten inhaftiert. Papst Pius XII. ernannte ihn am 2. Oktober 1945 zum Erzbischof von Esztergom und zum Primas von Ungarn. Nur wenige Monate später, am 18. Februar 1946, erhob ihn der Heilige Vater in den Kardinalsstand. Als Papst Pius XII. ihm den Kardinalshut aufs Haupt setzte, sagte der Papst: „Unter den zweiunddreißig wirst du der erste sein, der das Martyrium erleidet, dessen Symbol diese rote Farbe ist.“

Feind des „Fortschritts“

Von den Kommunisten wurde Kardinal Mindszenty am Dezember 1948 in Budapest verhaftet, womit seine dreiundzwanzig langen Jahre der Verfolgung, des Leidens, der Folterung und der erzwungenen Isolation folgten. Mindszenty soll jahrelang in der US-amerikanischen Botschaft in Budapest gefangen gewesen sein. Im Zuge der verräterischen Entspannungspolitik des Vatikans und der USA mit dem Kommunismus wurde der Kardinal als Hindernis gesehen, musste Ungarn verlassen und wurde vom Vatikan unter Papst Paul VI. des Amtes erhoben, was viel Kritik einbrachte. Während dieser Zeit war er unerschütterlich in seinem Glauben, seiner Hoffnung und seiner Liebe zu Gott und zur Treue zu seiner geliebten Heimat Ungarn.

Studien der materialistischen Philosophie sowie negative Erfahrungen, die Ungarn mit der Räterepublik und Russland mit dem Kommunismus gemacht hatten, ließen ihn schon früh zu einem Gegner dieser Weltanschauung werden, als deren Ziel er die Verbreitung der Gottlosigkeit sah. Kompromisse mit dem Kommunismus lehnte er ab, weil sie nur diesem nützen. Dazu kamen noch Übergriffe der sowjetischen Besatzungssoldaten, u. a. wurden zwei mit ihm befreundete Bischöfe erschossen als diese versuchten, Frauen vor Vergewaltigungen zu schützen. Seit dieser Zeit wurde Mindszenty in den Medien immer öfter als Feind des Fortschritts angegriffen; das Regime organisierte öffentliche Demonstrationen und einen Schauprozess gegen ihn.

Die Lage für die katholische Kirche verschärfte sich nach der Neuwahl des ungarischen Parlaments am 31. August 1947, die dem Linksblock einen Stimmenanteil von 61 Prozent brachte. 1948 vollzog das kommunistische Regime die Verstaatlichung privater und katholischer Schulen; später wurde der Religionsunterricht abgeschafft. Die Kommunisten, die eine Versöhnung zwischen Staat und Kirche vorgaukelten, infiltrierten die Kirche mit regimetreuen „Friedenspriestern“. Während des ungarischen Aufstands 1956 wurde Mindszenty befreit. Bedauerlicherweise fand diese Erhebung gegen das Unrechtsregime nicht die nötige Unterstützung aus dem Ausland; der Kardinal sollte jedoch Symbol des Widerstands werden.

Erzherzog Otto von Habsburg sagte Folgendes über den Märtyrer-Kardinal:

„Der Weg von Mindszenty ist vom Anfang bis zum Ende pfeilgerade. In den acht Jahrzehnten seines Lebens finden wir weder hinterlistigen Opportunismus, noch zweideutige Abkommen mit den Besitzern der Macht. Er wurde sich selbst und seinen Prinzipien niemals untreu. Seine Gestalt ragt über uns und wird auch über die heutige Zeit hinauswachsen. Die sogenannten Großen unserer Tage – ob sie nun weltliche oder kirchliche Größen sind – werden in einigen Jahrzehnten in Vergessenheit versinken. Der Name Mindszenty jedoch steht heute schon auf den Blättern der Geschichte, wie der Name des Leonidas von Sparta, der für Jahrtausende zum Vorbild wurde; um seine historische Rolle zu erfüllen.“

Gibt es heute neue Formen des Kommunismus und seiner Gottlosigkeit – etwa den Wokismus?

Man siehe: Interview mit Dr. Shea Bradley-Farrell: How the West is slipping into soft totalitarianism

Hier finden Sie einen vollständigen Lebenslauf von Kardinal Mindszenty.

Die Homepage der Kardinal József Mindszenty Foundation finden Sie hier.

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