Wo soll ein Christ bei der anstehende EU-Wahl sein Kreuz am Wahlzettel machen?
Europa Aeterna hat zur Orientierungshilfe eine Umfrage zur EU-Wahl durchgeführt. Die Fragen erhielten alle großen in den Parlamenten vertretenen Parteien in Deutschland und Österreich. Antworten erhielten wir jedoch nur von Parteien der Mitte und des rechtskonservativen Spektrums. Folgende Fragen wurden gestellt:
1. Welchen Begriff, welches Verständnis von Europa und welche Vision für Europa hat ihre Partei? Wie soll sich eine Europapolitik im Hinblick auf die Wahrung seiner Identität und Kultur gestalten? Welche Rolle soll dabei der christlichen Religion oder die Vorstellung eines zivilisatorischen abendländischen Patriotismus zukommen?
2. Frieden zu stiften ist ein christlicher Auftrag: „Selig sind die Friedenstifter“ (Matthäus 5,9). Auch sagt Jesus Christus, dass ein Herrscher im Kriegsfall gegen einen übermächtigen Gegner zu diesen gehen soll und Frieden schließen soll (vgl. Lukas 14, 31-32, vgl. auch jüngste Aussagen von Papst Franziskus: „Mut zur weißen Fahne“). Wie schaut ihre Vision für eine Beendigung des Krieges in der Ukraine aus? Welche Rolle könnte dabei das Modell der Neutralität für die Ukraine, aber auch der EU, spielen?
3. Durch das langsame Schwinden der Macht des weltpolitischen Hegemonen, der USA, und damit einhergehender geopolitischer „tektonischer Verschiebungen“ scheint Europa zunehmend auf sich selbst zurückgeworfen, sich jedoch gleichzeitig selbst zunehmend zu schwächen. Wie soll sich Europa geopolitisch im Hinblick auf andere aufstrebende Mächte wie China, Russland, den afrikanischen Kontinent oder Indien positionieren?
Lesen Sie hier die Antworten:
- die Wahlprüfsteine von CDU/CSU
- vom Spitzenkandidaten der FPÖ Harald Vilimsky
- vom Kandidaten der AfD Marc Jongen
Dekan Steinwender (Tirol) hat grundsätzliche Überlegungen und zehn Fragen als Orientierungshilfe für eine verantwortete Entscheidung bei der EU-Wahl formuliert, die sie hier finden.