Was ist konservativ? – Prof. Harald Seubert im Gespräch

Was ist konservativ? Prof. Seubert: Der Konservativismus denkt über Ewigkeitswerte und die Würde des menschlichen Daseins sowie auch der Kunst und Literatur nach. Der Konservative steht für Kontinuität und befindet sich im großen Gespräch über die Zeiten hinweg: er kennt die Geschichte, weiß, wo er herkommt, und kann daher die Zukunft gestalten. Konservativ sein ist auch eine Haltung; der Konservative weiß sich revidieren und umkehren zu können, angesichts der Schwäche des Menschen. Er kennt Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, letztendlich vor der höchsten göttlichen Idee des Guten“ (Platon), der es für den Staat bedarf. Für den Konservativen ist der Mensch ein Gemeinschaftswesen; Freiheit gibt es für ihn nur in Gebundenheit an eine Ordnung.

Der Konservative braucht sich in keine Abwehrposition zu begeben, was zu schnell passiert. Konservatives Denken gab es parteiübergreifend. Gerade junge Menschen suchen Orientierung und tragende Werte. Die linksgrüne Ideologie hat sich erschöpft; sie hat völlig an Glaubwürdigkeit verloren. Die Universitäten sind heute durch die politische Korrektheit korrumpiert – es bedarf wieder der Fragestellungen. Was ist das Ganze, das Gemeinwohl? Wem dienen die Handelnden im Staat – verstehen sie sich als Diener (Minister auf Latein)? Wie soll der Konservative mit den neuen technologischen Entwicklungen umgehen? Trotz ihrer bedarf es der menschlichen Urteilsfähigkeit und -kraft, um letztendlich die wahre Freiheit und die Menschlichkeit zu wahren.

Hier finden Sie das Video zum Gespräch.