Forschungsprojekt: Der „Antifaschismus“, der „Kampf gegen rechts“ bzw. die „Brandmauer“ sind der Kern der Herrschaftsstrategie der Linken, durch den sie in unseren Breiten ihren Machterhalt sichern. In (verbrecherischen) kommunistischen Staaten war der Antifaschismus Staatsdoktrin. Kräfte der politischen Mitte haben sich schon längst vor diesen linken Karren spannen lassen, der mitnichten antitotalitär ist und dazu dient, zersetzendes linkes, somit antibürgerliches und antichristliches Gedankengut zu verbreiten, das die Demokratie und den Rechtsstaat abschafft.1 Beim Antifaschismus handelt es sich mittlerweile um einen wirklichkeitsfremden Moralismus sowie Betroffenheitspathos, der von einer sachlichen Betrachtung der echten Zustände und Zukunftsprobleme fernhält.
Vor vielen Jahren dominierten in unseren Breiten noch Wertvorstellungen eines sozial wirksamen christlichen Glaubens, eines Patriotismus oder auch eines Kaiserkults. Was hat diese abgelöst? Ist der öffentliche Raum wertneutral geworden? Oder kam es nicht vielmehr zu einer „ideologischen Beseelung“ durch Kulte eines (relativistischen) Humanitarismus mitsamt einer Fortschrittsgläubigkeit, eines Multikulturalismus (ohne christlich-abendländische und nationale Leitkulturen), eines liberalen Ökonomismus bzw. Konsumismus und sozialistischem Egalitarismus sowie auch eines Biologismus (samt Sexualismus) mit diversen faulen Früchten, die alle zu einer Korrumpierung der menschlichen Seele betragen, weil sie Reduktionismen sind?
Der gutmenschliche Antifaschismus
Eines den modernen hochmütigen und utopischen Ideologien inhärentes Phänomen ist das des Gutmenschentums. Den nicht so guten Gutmenschen beschrieb Friedrich Nietzsche folgendermaßen:
„Unsere Gebildeten von heute, unsere ‚Guten’ lügen nicht – das ist wahr, aber es gereicht ihnen nicht zu Ehren! (…) Was man von ihnen nicht verlangen darf, daß sie die Augen gegen sich selbst aufmachten, dass sie bei sich selbst zu unterscheiden wüssten. Er ist vollkommen unfähig, zu irgendeiner Sache anders zu stehen als unehrlich-verlogen, abgründig-verlogen.“ (Geneologie der Moral)
Der Gutmensch moralisiert auf penetrante Art und Weise, während er sich durch Heuchelei und Berechnung auszeichnet. Er erhebt sich in seinem Halbwissen über andere und die Geschichte. Dabei leidet er unter Realitätsmangel und Projektionen, und weiß sich oft nur mit Unwahrheiten, Verdrehungen und Lügen zu helfen, wenn seine imaginierte Vorstellungs- und Traumwelt mit der eigentlichen Wirklichkeit in Konflikt gerät. Doch genau darin zeigt sich sein Hochmut, nämlich die Wirklichkeit nicht anzuerkennen und sich über diese zu erheben. Er hat oft ein missionarisches Weltbeglückungsstreben, in der trügerischen Hoffnung alle würden einst so denken wir er und sich auf sein vermeintlich (hohes) moralisches und meist inkompetentes Niveau begeben.
Ein Kernelement der heute propagierten linken Narrative der gutmenschlichen und schon ersatzreligiösen Ideolgieverfallenheit ist der „Antifaschismus“ (und ein damit verbundener sehr destruktiver Schuld- und Todeskult). Wer wäre nicht gegen den „Faschismus“? Doch was verstehen gutmenschliche Linke, wenn sie vom Antifaschismus reden und ihn insbesondere in Deutschland und auch Österreich nach 1945 als Herrschaftsstrategie instrumentalisieren? Ab den 1920er wurde der „Antifaschismus“ von der KPD und auch der Kommunistischen Internationalen und somit nicht zuletzt von Josef Stalin gezielt als „antikapitalistischer“ Kampfbegriff in der Welt verbreitet: Gnostisch war und ist der politische Feind pauschalierend der „Faschist“ oder der „Nazi“.
Kommunistische Staatsdoktrin und linke Nazis
Wie in kommunistischen Diktaturen dient der „Antifaschismus“ als Legitimation zur Brandmarkung von Andersdenkenden, die der Verfolgung preisgegeben werden. Auch die Nationalsozialisten nannten die internationalen Sozialisten „Faschisten“, um nicht in Erklärungsnot wegen der gleichen Namensbezeichnung ihrer Bewegungen geraten zu müssen. War der Nationalsozialismus als Sozialismus nicht links? Er setzte sich zumindest aus zwei politischen Strömungen zusammen, dem Nationalismus und eben dem Sozialismus. Propagandaminister Joseph Goebbels erklärte:
„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutschen Linken. Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Bürgerblock.“ (Der Stürmer)
Die „feindliche Nähe“ (Ernst Nolte) von Nationalsozialismus und Kommunismus wird nicht gerne gesehen; dennoch ist es Tatsache, daß ein Drittel der Abgeordneten der NSDAP im Reichstag von der Kommunistischen Partei kamen. Die NSDAP wurde mehrheitlich in den progressiv-nördlichen Städten Deutschlands, somit von ehemaligen und auch späteren SPD-Wählern gewählt. Außerdem fanden viele Nationalsozialisten, die kein Berufsverbot erhielten, Unterschlumpf bei den C-Parteien sowie auch den sozialistischen Parteien. Steht die verharmloste linksextreme, zum Teil pubertäre, militante, gewaltbereite und auch gewalttätige sogenannte „Antifa“ in einer möglichen Verwandtschaft zur SS? Sie wird mit staatlichen Steuermittel finanziell unterstützt, anstatt verboten zu werden.
Die Westdeutschland negativ prägenden neomarxistischen 68er waren größtenteils Kinder aus nationalsozialistischem Elternhaus – frühere NSDAP-Mitglieder waren Gründungsmitglieder der „Grünen“. Sie waren selten national, und wurden „herrschaftskritisch“, „nationalmasochistisch“ und neomarxistisch, somit ist ihre „geistige DNA“ doppelt totalitär. Es geht viel um irrationale Schuldkompensation – was mit 90jähriger Verspätung seltsam und absurd anmutet. Auch soll nicht unterschätzt werden, wie sehr eine Obsession mit dem Nationalsozialismus die eigene Seele und Politik prägen kann, etwa in Sachen undemokratischer Diskriminierung eines Teils der Bevölkerung oder eines Krieges gegen Russland mitsamt maßloser Aufrüstung auf Pump.
Der deutsch-jüdische Politikwissenschaftler Michael Ley analysierte:
„Das Absurde der 68er war ihr Kampf gegen einen Feind, der schon längst besiegt war: der Faschismus. Weshalb bekämpfen die Kinder des Nationalsozialismus eine Schimäre? Oder führten sie den Kampf der Welterlösung ihrer Eltern weiter? Adolph Hitler und seine total fehlgeleiteten Kinder haben eines gemeinsam: den Größenwahnsinn. Während Hitler die Deutschen zu gottähnlichen Wesen sakralisierte, die aufgerufen seien, die Welt durch ein Tausendjähriges Reich zu retten, möchten seine Nachfolger jegliche deutsche oder europäische Identität durch eine Massenflutung von Migranten konsequent eliminieren, um einen neuen Menschen zu schöpfen. (…) Hitler und seine Kinder sind gleichsam symbiotisch aneinander gekettet, ihre Zwangsvorstellungen enden notwendigerweise in einem zivilisatorischen Desaster.“2
Merkmale des Totalitarismus
Die Merkmale des einstigen und des heutigen Totalitarismus zur eigenen Beurteilung zusammengefaßt:
- Politisch-messianische Ideologie, die sich als absolute Wahrheit darstellt (Marxismus-Leninismus im Kommunismus mit führender Partei, Führerkulte; heute z.B. „Europa“ oder LGTBQ+) mit Freund-Feind-Kategorien („Kapitalisten“, Bürgertum bzw. Juden, Ungeimpfte, heute: Orban, Putin, „Rechte“);
- Zentraler Stellenwert von Propaganda bzw. „Volkaufklärung“, deren Dauermobilisierung und Unterwerfung, insbesondere in den Schulen und vor allem Gymnasien;
- Ein Apparat und Zwangsmittel zur Unterdrückung (Geheimdienste, SA oder heute: Antifa oder staatsfinanzierte linksextreme Tarnorganisationen und regierungsunterstützende „NGOs“ wie „Correctiv“, „Omas gegen rechts“ oder das pseudowissenschaftliche DÖW) mit „Berufsrevolutionären“ (Lenin) zur Eroberung und Verteidigung der Macht in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft;
- Autoritärer Staat mit umfassender Lenkungs- und Planungssystemen für die Wirtschaft (Kommunismus: Fünfjahrespläne, 3. Reich: Vierjahresplan, heute: sehr hohe Staatsquote, Quoten-Pläne, Green-Deal)
- Neben Indoktrinierung auch ein umfassendes System materieller und immaterieller Belohnung und Betreuung (Üppige Gehälter etwa im Staatsfunk, Ordensverleihungen, Subventionen, etc.), auch durch Sozialleistungen im Versorgungs- und Betreuungsstaat;
- Unterwanderte und abhängige Justizapparate (Verfassungsrichter sind parteipolitisch bestellt, Ö: Antikorruptionsstaatsanwaltschaft von SPÖ-Bundeskanzler Faymann gegründet);
- Heranbildung einer Nomenklatura eigener Art und seinen Mitläufern bzw. „nützlichen Idioten“ (Lenin);
- Sozialistische Verschuldungspolitik mittels nicht legitimierter Selbstermächtigung (Adolf Hitler und Friedrich Merz, CDU, und linke Parteien);
- Massive Aufrüstung und Mobilmachung zum Zwecke der Kriegsführung gegen Russland (Adolf Hitler und Friedrich Merz, die beide in einer Nähe zum US-Großkapital standen bzw. stehen);
- Undemokratische Machtanmaßung auch von supranationalen Einrichtungen und Behörden (Kommunismus: Komintern, Politibüros, heute: EU-Kommission in Brüssel, die nach Plänen des reichsdeutschen Außenamtes errichtet wurde, Leitung: Ursula von der Leyen);
- Einflussnahme auf die Politik anderer Staaten und damit die Untergrabung ihrer Souveränität (Kommunistischer Ostblock, Beispiele heute: Rumänien und Österreich bzw. Erpressungen gegen Ungarn);
- Diskriminierung und Unterdrückung von Oppositionellen (Gleichschaltungen in der Vergangenheit, vgl. heute: Compact-Verbot, Versuche Oppositionsparteien zu verbieten) und Minderheiten samt Einschüchterungen, Verleumdungen, Mordanschlägen durch willige Vollstrecker (z.B. gegen Tino Chupalla, Ministerpräsident Fico);
- Grundsätzlicher Vernichtungsbereitschaft (KZs, Gulags, Stalinistische Säuberungen mitsamt Scheinprozessen, heute: „Cancel-Culture“, Zestörung bürgerlicher Existenzen, Attentate, Selbstvernichtung mit mörderischer Migrationspolitik ohne Remigration)
Die Wurzel auch eines heute verbreiteten Neototalitarismus ist der Marxismus, der drei gefährliche Vorstellungen hervorbrachte:
„Erstens daß eine ideale Gesellschaft, quasi das Paradies auf Erden, errichtet werden kann und die Menschen für die Gesellschaft vom Reißbrett zu entwerfen sind. Das zweitens zur Verwirklichung dieser Idee alle Mittel erlaubt sind, weil man das humanistische Ziel verfolgt, das sich denken läßt, man die Humanität bis zur Erreichung des Ziel hintanstellen darf, ja geradezu muß, um der überragenden Verantwortung gerecht zu werden. Und daß drittens finstre Mächte gegen dieses erhabene Ziel kämpfen werden, mit denen auch nicht zu reden ist, denen man kein Gehör schenken, keine Podien eröffnen darf, die dann zu vernichten, mindestens zu marginalisieren sind.“ (Klaus-Rüdiger Mai)3
Politische Agitation
Wir kennen alle die Strategie: Wer nicht bereit ist, die absurden sowie gefährlichen link(sextrem)en und gesellschaftspolitisch libertären Weltbilder zu unterstützen, soll allzu oft als „Faschist“ oder gleich als „Nazi“ unter Verdacht gestellt, gebrandmarkt werden und als persona non grata ins „rechte“ Eck gestellt werden. Der „böse“ Gegner wird mundtot gemacht; die mahnenden prophetischen Stimmen oder auch die überlieferte Tradition soll überwunden werden, wofür „reaktionäre“ Hindernisse beseitigt bzw. zerstört werden müssen. Gerne missbrauchen und instrumentalisieren sie die Vergangenheit und deren Opfer, um dadurch Betroffenheit für die Bekämpfung des „Klassenfeindes“ zu generieren – alles alte kommunistische und kriminelle Agitation.
Für die „rot-sozialistischen“ Blutspuren in der Geschichte wie etwa nahezu 100 (einhundert!) Millionen Tote im „real existierende Sozialismus“ (mit allen korrupten Ungerechtigkeiten die erst zu Morden führten), in „Abtreibungskliniken“ etwa und der von Karl Marx gewollten Zerstörung der Familien, bleibt das „linke“ Auge angestrengt blind – an diesen Punkten gibt es keine „Vergangenheitsbewältigung“. Man hört keine Distanzierungen von „sozialdemokratischen“ oder grünen „PolitikerInnen“ zum gewalttätigen Linksextremismus. Im Sinne von Herbert Marcuse ist Intoleranz gerechtfertigt, wenn sie sich nur gegen vermeintlich Intolerante richtet, was sich dann „repressive Toleranz“ nennt: „Vor allem gegen den Konservativen und der politischen Rechte muß Intoleranz geübt werden.“ (Marcuse)
Der genuine und neue Faschismus
Was wäre der Faschismus politikhistorisch betrachtet eigentlich genau? Der israelische Faschismus-Experte Zeev Sternhall: „Eine dynamische Synthese aus nichtmarxistischem Sozialismus und revolutionären Nationalismus.“ Seinen Ursprung hat er im Italien des frühen 20. Jahrhunderts rund um den ehemaligen Sozialisten und späteren Duce Benito Mussolini, dem es korporatistisch, etatistisch und diktatorisch um die Wiedererrichtung des alten Roms ging und dafür sorgte, daß die Züge wieder pünktlich fuhren; die Fasces waren die Machtsymbole des alten Roms. Meist wird der Begriff Faschismus heute jedoch als Synonym für Menschenverachtung, Unterdrückung und Terror verwendet und selten dort, wo es angebracht wäre, so steht das Faschisten-Denkmal noch immer in Bozen.
„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Nein, er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“ (Ignazio Silone) Jürgen Habermas klagte schon sehr früh über den von ihm so bezeichneten „linken Faschismus“. Nach dem Marsch durch die Institutionen sitzen jene gott- und vaterlandslosen Gesinnungsgenossen noch immer an den Schalthebeln der Macht in der Politik, den Medien sowie den Universitäten und fühlen sich beauftragt mit viel Steuergeld ihre Propaganda zu verbreiten und andere politisch zu vernichten. Sie wollen definieren, was als politisch korrekte Norm zu gelten hat: Doch ihre Macht und ihr Lügengebäude bröckeln, denn man kann auf Dauer nicht mit der Lüge leben, wie Papst Johannes Paul II. bezüglich des Kommunismus richtig sagte.
Dr. Daniel Führing (Pretoria/Wien)
Lektürempfehlungen:
» Michael Ley: Hitlers Kinder – hier bestellen
» Rolf Stolz: Generation 1968 – Nachgeburt von 1933? – hier bestellen
- Man siehe als Beispiel den jüngsten DÖW-Bericht: Konkrete politische Anliegen umfassen u. a. die Förderung von Abtreibung, Feminismus, Homo- und Transsexuellenrechten bzw. das Eintreten gegen heteronormative Familienverhältnisse, traditionelle Geschlechterrollen und eine
christliche Sexualmoral, sowie die Ablehnung einer Ablehnung gegen eine „vermeintliche ‚Islamisierung‘.“, 116. ↩︎ - Michael Ley: Hitlers Kinder, S.7; ↩︎
- CATO, Nr. 2, 2025, S.15. ↩︎