Neuveröffentlichung: Stichwortgeber von Hannah Arendt bis Karl Popper

„Wenn die Begriffe sich verwirren, ist die Welt in Unordnung.“ (Konfuzius); Allianz gegen Linksfaschismus

Grundsatzdenkerinnen und Grundsatzdenker für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft: Dieser Sammelband eröffnet einen leicht verständlichen und gründlichen Zugang in das breite Ordnungsdenken des Abendlandes und lädt Leserinnen und Leser zu einer Wiederentdeckung anregender Denkerinnen und Denker aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ein.

Mit Porträts von Hannah Arendt, Hildegard Burjan, Edmund Burke, Erhard Busek, Richard Coudenhove-Kalergi, Heinrich Drimmel, Ludwig Erhard, Walter Eucken, Viktor Frankl, Arnold Gehlen, Nicolás Gómez Dávila, Friedrich August von Hayek, Friedrich Heer, Marga Hubinek, Andreas Khol, Russell Kirk, Panajotis Kondylis, Konrad Paul Liessmann, Jacques Maritain, Odo Marquard, Jörg Mauthe, Johannes Messner, Ludwig von Mises, Alois Mock, Elisabeth Noelle-Neumann, Michael Oakeshott, Karl Popper, Andreas Rödder, Wolfgang Schäuble, Maria Schaumayer, Roger Scruton, Adam Smith, Robert Spaemann, Edith Stein, Leo Strauss, Margaret Thatcher, Eric Voegelin und Erika Weinzierl.

Aus dem Vorwort der Herausgeber:

Der Kanon und die zeitlosen Wahrheiten der zweieinhalbtausend Jahre alten europäischen Geistesgeschichte und Überlieferung sind durch eine ideologische Wissenschaft gegenwärtig gefährdet. Die abendländische Denktradition war, beginnend mit Sokrates, immer bestrebt, die Wirklichkeit der menschlichen Natur zu verstehen. Ihre seit Jahrhunderten erprobten Methoden und Analyseinstrumente werden aber im politischen Diskurs und in der ideen- und begriffsgeschichtlichen Grundlagenforschung zunehmend zugunsten eines relativierenden postmodernen Denkens mit einer Vorliebe für assoziatives und rhizomatisches (Wunsch-)Denken verworfen.

Poststrukturalistische, postkoloniale, postmoderne und diverse andere (post-)Gemeinplätze und Überzeugungen dominieren die Lehrpläne der Universitäten und den Jargon der veröffentlichen Meinungen und prägen somit die vorherrschende Auffassung der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Um auf die diese tektonischen Veränderungen im Selbstverständnis der Gesellschaft- und Geisteswissenschaften angemessen reagieren zu können, ist es einerseits notwendig zu verstehen, woher diese das akademische und öffentliche Leben dominierenden Theorien kommen und warum sie mit ihren Ideen gegenwärtig den Mainstream des Denkens und politischen Handelns bilden. Und andererseits ist es wichtig, theoretische Alternativen vor dem Vergessen zu retten und für zeitgenössische Debatten zugänglich zu machen. (…)

Bei der Auswahl der vorgestellten Denkerinnen und Denker fällt auf, dass alle eine Politik des sanften sozialen Wandels, des Maßhaltens und des Ausgleichs befürworten und jede Art von politischem Totalitarismus sowie Heilsversprechen, Utopien und einfache und letzte Lösungen ablehnen. Es sind Denkerinnen und Denker der Ordnung, der Gemeinwohlorientierung und einer offenen Gesellschaft, die im Unterschied zu sozialen Gerechtigkeitskriegern, selbst ernannten Sozialarchitekten und den von Scruton so trefflich ernannten Unruhestiftern eben keine absolute Definitionsmacht über gesellschaftliche und politische Fragen für sich beanspruchen, sondern nur versuchen, Orientierung zu geben und klares Denken in einer Zeit zu vermitteln, wo mangelnde Urteilskraft und Moralisierung ergebnisoffenes Forschen und Handeln zu ersetzen droht. 

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