Diese von Tschechien ausgehende Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, eine Neuordnung Mitteleuropas auf der Grundlage gemeinsamer Interessen durchzudenken. Kristallisationspunkt bildet eine jährlich in Prag stattfindende Konferenz mit großer internationaler Beteiligung.
Patron ist der heilige Bischof Adalbert, ein bedeutender Missionsbischof des 10. Jahrhunderts. Da dieser in Polen, Böhmen, Mähren, Schlesien, Ungarn und damit der heutigen Slowakei wirkte, lässt sich zu praktisch jedem Teilnehmerland ein Konnex herstellen.
Auf Erden steht die Initiative unter der Schirmherrschaft des Prager Kardinals Dominik Duka.
Die Konferenzen trugen etwa die Titel „Der hl. Adalbert und Mitteleuropa“ (2022), „Die Zukunft Mitteleuropas (2023) und „Mitteleuropa am Scheideweg“ (2024).
Das Podium ist prominent besetzt durch Persönlichkeiten aus Politik, Zivilgesellschaft und dem akademischen Bereich. Jedes Land ist durch Partnerorganisationen vertreten, in Österreich sind das die Liga St. Georg und das Forum Mitteleuropa. Europa Aeterna ist auch eingeladen.
Auch verleiht das Patrimonium jedes Jahr eine Auszeichnung, die Laureaten waren bislang etwa der ehemalige slowakische Innenminister Vladimír Palko, der ehemalige slowenische Außenminister Dimitij Rupel und die ungarische Historikerin Mária Schmidt, die Leiterin des Hauses des Terrors ist.
Die vergangenen Redebeiträge werden – mit entsprechendem Zeitabstand für die Übersetzung – auf die Webseite gestellt. Diese ist nicht nur deshalb einen Besuch wert. Es lohnt sich auch das Herunterladen der dort hinterlegten „Book Edition“. Alle Beiträge sind in tschechischer und englischer Sprache vorhanden.
Karl Schlagenhaufen (Wien)
Sehen Sie hier die Vorträge der Konferenz.
Siehe Heimseite hier. Das Vorstellungsvideo: