Vergangenheitsbewältigung: Die Irrlehren der neomarxistischen 68er

Die Unterscheidung der Geister: „Das Herz des Weisen schlägt zu seiner Rechten, das des Toren zu seiner Linken."

Was ist bloß mit Westdeutschland, Berlin oder Wien passiert? Eine wichtige Wurzel des Übels und vieler Fehlentwicklungen hin zu Werteverfall, historisch unvergleichlicher Auflösung aller Gemeinschaftsbande sowie auch des gesunden Hausverstandes ist in der meist verklärten, so genannten „68er-Bewegung“ zu finden. Als in vielen Ländern der Welt in dieser Zeit in Massenbewegungen unterschiedliche politische Anliegen vertreten wurden, waren die 68er in der deutschsprachigen Welt insbesondere auf Umerziehung und der revolutionären Umwertung aller bisherigen Werte im Sinne eines linken Freudomarxismus der Frankfurter Schule fokussiert.

Die 68er-Bewegung als Neomarxismus war gekennzeichnet durch die Ablehnung von Tradition und Autorität, man wollte „herrschaftskritisch“ sein. Man protestierte gegen die Elterngeneration und war überhaupt gegen Deutschland, was zu einem bis heute schwelenden Selbsthass führte. Bewährte deutsche Tugenden wie Pflichtbewusstsein, Gründlichkeit oder Ordnungssinn wurden als „Sekundärtugenden“ verunglimpft, ihnen wurden jedoch überhaupt keine, auch keine „Primärtugenden“ (wie die Kardinaltugenden) entgegengesetzt. Es wurde ein Bruch mit der Vergangenheit vollzogen, im Irrglauben an die falschen Verheißungen eines utopischen Fortschritts.

Für den konservativen Denker Karlheinz Weißmann mündet die Ideologie der 68er in einem heute geltenden Heptalog einer neuen Zivilreligion:

  • 1) Das Einheitsgebot legt fest, dass Abweichen vom uniformen Denken bestraft wird,
  • 2) das Individualitätsgebot sieht den Menschen emanzipatorisch nur als Atom;
  • 3) das Gleichheitsgebot wird durch Gleichmacherei durchgesetzt und führt zur Mittelmäßigkeit,
  • 4) das Alteritätsgebot besagt, dass Randgruppen sittlich überlegen sind, was zu Eigenhass führt,
  • 5) das Anthropologieverbot verbietet wissenschaftliche Erkenntnisse über den Menschen, der willkürlich neu formbar sein soll,
  • 6) das Gebot des „selektiven Humanismus“ fordert Intoleranz (gegenüber dem politischen Gegner),
  • 7) das Modernitätsgebot lässt daran glauben auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen.1

Vom orthodoxen Marxismus zu Gramscis kultureller Hegemonie

Als um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die antikapitalistische Theorie des Marxismus widerlegt wurde, gingen seine „Jünger“ daran, sie zu revidieren. In Unterscheidung zu dem im Osten zur Herrschaft gelangten Leninismus, Maoismus und Stalinismus und auch um den geänderten „sozioökonomischen Verhältnissen“ des „Kapitalismus“ Rechnung tragen zu können, entwickelte sich in Westeuropa eine neue Spielart des Marxismus. Ein prägender Theoretiker der frühen Stunde des Neomarxismus bzw. des „Kulturmarxismus“ war der Italiener Antonio Gramsci (1891–1937). Der von Benito Mussolini inhaftierte Kommunistenführer Gramsci erkannte, nachdem in Italien die Faschisten und nicht seine Marxisten an die Macht gekommen waren, dass „der Kampf um die kulturelle Hegemonie gewonnen werden müsse“.2

Antonio Gramsci erarbeitete ein facettenreiches Konzept zum Verhältnis von politischer Macht und Hegemonie. Hegemonie versteht sich nach Gramsci als

„ein Typus von Herrschaft, der im Wesentlichen auf der Fähigkeit basiert, eigene Interessen als gesellschaftliche Allgemeininteressen zu definieren und durchzusetzen“3.

Seinen Überlegungen zur Folge sollen weltanschauliche Auffassungen durch „kollektive Intellektuelle“ im revolutionären Kampf eine kulturelle Hegemonie erreichen. Der Verlust der kulturellen Hegemonie untergräbt nach Gramsci die herrschende Macht, ihr Gewinn dagegen schafft erst die Möglichkeit zur politischen Herrschaft. Dabei reicht die kulturelle Hegemonie nach Gramsci bis in die Formen der Alltagskultur oder auch des Glaubens.

Die Frankfurter Schule und die unheilvolle „Kritische Theorie“

Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und auch Jürgen Habermas haben dem Marxismus nach Gramsci „neues Leben eingehaucht“. Sie sind die wichtigsten Protagonisten der einflussreichen und von den US-Besatzern wiedererrichteten „Frankfurter Schule“. Der Kern ihres Neomarxismus ist die „kritische Theorie“ (oder auch „Kritische Gesellschaftstheorie“), die auch als radikalisierte und unorthodoxe Spielart des Marxismus angesehen werden kann. Die Vertreter dieser Schule versuchten, die politische Ökonomie von Marx mit den Erkenntnissen der Sozialwissenschaften und der Psychoanalyse zu einer Kritik der „kapitalistischen“ Gesellschaft zu verbinden. Mit Kritik ist der Anspruch verbunden, die gesellschaftlichen Verhältnisse revolutionär zu verändern.

Marx und Freud, beide prominente Vertreter des ideologischen Materialismus, nahmen die These Rousseaus auf, daß die

„Zivilisation das Glück des Menschen, das ihm im Naturzustand zuteilwurde, zerstört und die Sitten verdorben habe“4.

Von Natur aus sei der Mensch gut, mit dem Privatbesitz, der eigentlichen Ursünde des „Kapitalismus“ und nicht der „Erbsünde“, seien Herrschaft und Unterdrückung und damit Unglück und Bosheit in die Welt gekommen. Der Mensch, so Herbert Marcuse, werde seit Jahrtausenden an der Verwirklichung seiner Freiheit durch Autoritätsstrukturen gehindert; kurz, durch die „Bourgeoisie“, der herrschenden Klasse. Diese Strukturen würden den Menschen repressiv beeinflussen und ihm eine entsprechende Moral anerziehen.

Das zentrale Anliegen des Instituts war es, durch „rationales Handeln“ und „Ideologiekritik“ die Kontrolle über Gesellschaft und Geschichte von den angeblich „repressiven Strukturen“ zurückzugewinnen. Dies sollte durch ein „Bewusstwerden sozialer Phänomene“ (Adorno) erreicht werden. Eine Kernerkenntnis der Kritischen Theorie war formuliert: die Ideologie als „falsches Bewusstsein“ ist die Grundlage der Erhaltung sozialer Strukturen. Diese sind durch ein kritisches Bewusstsein zu überwinden, um in weiterer Folge das Ziel einer autoritätsfreien, utopischen Gleichheitsvorstellung und einer „freien Assoziierung freier Individuen“ (Karl Marx) verwirklichen zu können:

„Wir träumen von einer Gesellschaft, in der kein Mensch mehr Vorgesetzter eines Menschen sein wird, in der in allen Teilen der Gesellschaft immer alle gleichberechtigt sind und alle Entscheidungen immer von denen getroffen werden, die von ihnen betroffen sind.“5

Nun sind wir Menschen weit weg von einem imaginierten, immanenten Paradies auf Erden, dem Kommunismus. Die Welt, wie sie gegenwärtig ist, nämlich der „Kapitalismus“ – was auch immer das genau ist, die freie Marktwirtschaft etwa – wird als ein Elend gesehen, das es zu überwinden gilt: Es heißt, „es gebe kein richtiges Leben im falschen“ (Adorno). Obwohl dieser Sitz nicht zwingend so intendiert war, hat er dennoch zu einem Pessimismus beitragen, der in weiterer Folge jede Destruktion rechtfertigt, denn eine Welt der Verzweiflung ohne Ausweg müsste in weiterer Folge zerstört werden. Das müsste nicht zuletzt geschehen, damit ein utopischer Sozialismus realisiert werden kann. Doch die Revolution frisst auch immer ihre eigenen Kinder.

Zwar erkannten die Denker der Frankfurter Schule zu Recht die Gefahr einer „instrumentellen Vernunft“. Doch wie lautet die Alternative? Was ist das richtige Leben? Bewirkt marxistisches Denken nicht einen Wirklichkeitsverlust? „Die Philosophen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern“ (Karl Marx) – doch nach welchem Maßstab? Die Vorstellung des Wahren, Guten und Schönen kommt in den ökonomischen Theorien des Marxismus nicht vor; die Unterscheidung zwischen Gut und Böse wird durch die Unterscheidung Fortschritt und Rückschritt ersetzt. Letztendlich soll die überlieferte Tradition und auch die Religion „überwunden“ werden.

Jürgen Habermas und die neomarxistische Revolution

Jürgen Habermas ist wohl der bekannteste noch lebende Vertreter der aus der „Frankfurter Schule“ entstandenen Kritischen Theorie; er wurde von Joschka Fischer (Die Grünen) als der Staatsphilosoph der BRD bezeichnet. Während der Studentenbewegung Ende der 60er Jahre prägte er die Positionen der (angeblich) „verfassungsloyalen“ Linken. Für manche Linke war Habermas daher nie orthodox bzw. „konform“ genug, da er stets versuchte, sich von einem so bezeichneten „Linksfaschismus“ zu distanzieren. Heute plädiert Habermas dafür, schonend mit den „religiösen Ressourcen“ umzugehen; doch 1980 hat er in verschiedenen Beiträgen sechs Veränderungen genannt, die von der Kritischen Theorie ausgingen. Diese betrachtet er als Siege über die bürgerliche Gesellschaft:

  1. Ent-Christlichung der Öffentlichkeit: Habermas sieht sich darin bestätigt, daß die Zeit der Hochreligion Christentum abgelaufen sei, daß das Christentum kein allgemein anerkanntes Weltinterpretationssystem mehr sei, sich Massenatheismus ausbreite und der (bisher christlich-orientierte) Bürger dem Staate seine (schuldige) Loyalität entziehe. Das Kreuz wird zunehmend aus der deutschen Öffentlichkeit verdrängt; im Andachtsraum der UNO fehlen christliche Symbole, es befindet sich dort nur ein großer schwarzer Stein. Auch durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Kruzifixe in öffentlichen Schulen) soll das Christentum aus der Öffentlichkeit verdrängt werden, obwohl sich die große Mehrheit des Volkes zum Christentum bekennt.
  2. Ent-Institutionalisierung der Gesellschaft: Die den Staat tragenden Institutionen werden „umfunktionalisiert“, sie werden ihrer bisherigen Aufgabe „enteignet“ und mit neuen „alternativen“ Aufgaben betraut. Die Umfunktionalisierung ist den Frankfurtern am durchgreifendsten bei den obersten Gerichten, den Universitäten und Schulen, aber auch bei den Massenmedien und sozialen Diensten, nicht zuletzt in den Verwaltungsapparaten der Kirchen gelungen.
  3. Ent-Ethisierung des Rechts: Die Rechtsnormen des Staates, die Gesetze, enthalten und schützen nicht länger das sittliche Minimum der Rechtsgemeinschaft, sie dienen fortan außerethischen Zwecken wie der Abschreckung oder der Veränderung der gesellschaftlichen Institutionen. Die gesetzliche Aufwertung der Prostitution zum Beruf (Bundesfamilienministerin Bergmann, SPD) war ein weiterer kulturrevolutionärer Schritt in Richtung „Ent-Ethisierung des Rechts“ und Enteignung der Familie ihrer bisherigen Privilegien (Art. 6 GG).
  4. Ent-Kriminalisierung des Verbrechens: Verbrechen werden weniger individuell dem Täter zugerechnet und angelastet als kollektiv den gesellschaftlichen Verhältnissen. Man ist (fast zwangsläufig) kriminell, weil man unter „kriminell-kapitalistischen“ Verhältnissen, unter „struktureller Gewalt“ aufwachsen mußte und lebt. Gemäß dieser Argumentation müßten eigentlich die bedingenden Ursachen bestraft und „resozialisiert“ werden und nicht der Täter.
  5. Ent-Pathologisierung der Krankheit: Man ist nicht etwa krank, weil der Naturhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist, sondern weil man durch gesellschaftlichen Streß, durch vergiftende Umwelt, durch Leistungsdruck der kapitalistischen Wirtschaft oder durch repressive Normen der christlich-bürgerlichen Moral (Triebverzicht/Askese) beschädigt wurde.
  6. Ent-Ästhetisierung der Kunst: Die moderne Kunst folgt nicht mehr den Regeln des Schönen, Wahren, Guten, des Ehrwürdigen oder der Harmonie der Ordnung, sondern ganz bewußt und provokativ der Veralberung und Verächtlichmachung, der Propaganda und Agitation: Das Häßliche, Sinnlose, Anstößige wird dominant.

Aus diesen sechs Entwicklungen wird deutlich, daß Auflösung, Destruktion und Negation die Absicht der Frankfurter und ihrer Epigonen war und ist. Die 68er waren

„verantwortungslos und bereit, einem Weg zu folgen, der entweder in ein totalitäres System oder in den Terror führen mußte. Aber selbst wenn diese Alternative vermieden wurde, wirkte sich eine lautlose Revolution, der lange Marsch durch die Institutionen, auf fatale Weise aus.”6

Es stellt sich die Frage, was der Marxismus der Menschheit nach fast zwei Jahrhunderten gebracht hat? Ein kurzes diesbezügliches Fazit könnte lauten: der einzige Beitrag des Marxismus zur Menschheitsgeschichte liegt in seiner

„Mithilfe zur Nivellierung, Desintegration, Identitätsvernichtung, Entfremdung und einer zunehmenden Verproletarisierung der Völker im Interesse globaler Großkonzerne und weltweit tätiger Finanzjongleure“7

Gegengift und Heilmittel

Das einzige „Heilmittel“ gegen das marxistische Gebäude der Teilerkenntnisse, somit der Lüge über die wahre Beschaffenheit des Menschen und die aus ihnen abgeleiteten praktischen Forderungen, war und ist der Versuch, in der ganzen Wahrheit zu leben.

Das Vorstoßen auf eine metapolitische Ebene ist für eine gemeinwohlorientierte Politik unentbehrlich, will sie die Würde des Menschen achten und ein gedeihliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft fördern. Eine solche Politik würde es ermöglichen, den heute allseits verbreiteten Materialismus zu überwinden. Denn „ohne Offenbarung verroht das Volk“8. Dieser entsprechend zu leben, bedeutet unterminierte Tugenden wie der Dienst an der Gemeinschaft, Disziplin, Eigeninitiative und -verantwortung, Leistungs- und Pflichtbewusstsein, Opfergeist oder Ordnungssinn wiederzuerlernen. „Denn nichts wird gut sein, nichts vollkommen, bevor es nicht die Menschen selbst sind.“9 Demnach sind am Elend der Welt nur bedingt die gesellschaftlichen Umstände schuld.

Es ist die Wahrheit, die auch frei macht, ohne die es überhaupt keine Freiheit gäbe.10 Eine entfesselte Liberalität ohne Bindung im Sinne der Emanzipation (der „Frankfurter Schule“), die sich von allen Traditionen, Institutionen und kulturellen Beständen loslöst, hört auf, wirkliche Freiheit zu sein. Nur durch Herkunft ist ein Fortschritt in Freiheit möglich. Menschen, die nicht entwurzelt sind, können sich im Leben orientieren und werden auch nicht zu einem „Produkt der Gesellschaft“. Sie können auch nicht zu einem Objekt eines Staatsapparates reduziert werden, wie dies Adorno befürchtete. Sie werden stets die „Trotzmacht des Geistes“ (Viktor Frankl) besitzen, diese bewahren und sich dem Diktat eines neuen, politisch korrekten „sanften Totalitarismus“ nicht beugen.

Die vom Neomarxismus beträchtlich geförderte Krise unserer westlichen Kultur ist kein unüberwindbares Schicksal. Niemand ist verpflichtet, sich einem nihilistischen und somit auch sinnlosen Zeitgeist hinzugeben. Jeder kann seinen Beitrag zum Aufbau einer zukunftsträchtigen Kultur leisten, in der jener waltet, von dem alles Recht und jede Ordnung ausgeht. Dies setzt voraus, die Wirklichkeit in ihrer Ganzheit wiederzugewinnen und somit die (moderne) Hybris zu überwinden, die den geistigen Tod hervorbrachte. Damit dies auch geschehen kann, gilt es zu wissen, woher philosophische und politische Irrtümer, die im Kern moralische und religiöse sind, stammen. Diese gilt es beim Namen zu nennen, um sie bekämpfen zu können. Die Forderung der Stunde bleibt es, vor allem eines zu haben, nämlich: Mut zur Besinnung.

Eine Liste von zu verinnerlichen Prinzipien für eine geistig-seelische Detoxifikation:

  • Übernimm Verantwortung für dein Leben und die Gemeinschaft, der Du angehörst
  • Bejahe die Welt und das Leben wie es Dir aufgetragen ist
  • Sei demütig und lerne von der Weisheit der Alten
  • Bringe Ordnung in Dein Leben und Deine Seele 
  • Anerkenne, dass Du nicht perfekt bist und auch in Dir das Böse schlummert
  • Glaube an Gott und nicht an Lügen wie den Fortschritt oder die Gleichheit
  • Gehe den schmalen Pfad und setzt Dich radikal mit der Wirklichkeit auseinander
  • Entwickle eine ganzheitliche Weltanschauung, überwinde reduktionistisches Denken
  • Liebe Dich selbst und Deinen Nächsten, auch wenn er ein Rechter ist
  • Frage nach dem Guten und dem Gemeinwohl, auch für Dein Land und strebe danach
  • Befreie Dich von Deiner Hitler-Obsession und siehe das Gute in Deinem Volk
  • Begib Dich auf Reisen in der Welt und bilde Dich im Wahren, Schönen und Guten
  • Sei kein nützlicher Idiot der noch herrschenden linken Propaganda und Gesinnungsdiktatur
  • Gründe eine Familie (Familie = Vater + Mutter ➜ Kinder)
  • Bete für Heilung

Dr. Christian Machek (Wien/Berlin)

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Literaturempfehlungen (Auswahl) :

  • Karlheinz Weißmann: Kulturbruch ’68: Die linke Revolte und ihre Folgen
  • Rolf Kosiek: Die Macht-Übernahme der 68er
  • Caspar von Schrenck-Notzing: Charakterwäsche
  • Erik von Kuehnelt-Leddihn: Leftism: From de Sade and Marx to Hitler and Marcuse

Becker/Dirsch/Winckler: Die 68er und ihre Gegner: Die Ideen der Kulturrevolution von 1968 begannen sich in den siebziger und achtziger Jahren in Politik, Gesellschaft und Medien Deutschlands immer mehr durchzusetzen. Doch diese Entwicklung verlief nicht ohne Widerstand. Nicht nur Konservative, sondern auch reformorientierte Sozialdemokraten und liberale Denker wandten sich gegen die Ideen der „Neuen Linken“. Acht junge deutsche Geisteswissenschaftler und Publizisten untersuchen den Widerstand gegen kulturrevolutionäre Einflüsse u.a. in der evangelischen Kirche und die Rolle von streitbaren konservativen Publizisten wie Hermann Lübbe, Günter Rohrmoser, Gerhard Löwenthal. Neben solchen Einzeldarstellungen bietet das Buch erstmals eine systematische Zusammenstellung der Argumente des intellektuellen Widerstandes gegen die 68er und zur Verteidigung von Demokratie und Rechtsstaat.

Fußnoten:

  1. Karlheinz Weißmann: Kulturbruch ’68. Die linke Revolte und ihre Folgen, S. 12. ↩︎
  2. Antonio Gramsci: Philosophie der Praxis, S. 78. ↩︎
  3. Antonio Gramsci: Gefängnishefte Nr. 7, S. 1583. ↩︎
  4. Jean-Jacques Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen (Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes, 1755)  ↩︎
  5. Herbert Marcuse: Negative Dialektik, S. 78. ↩︎
  6. Karlheinz Weißmann: Kulturbruch ’68. Die linke Revolte und ihre Folgen, Vorwort. ↩︎
  7. Wolfgang Caspert: Der Marxismus, S. 9. ↩︎
  8. Buch der Sprüche, 29,19: Die Bibel. ↩︎
  9. Thomas Morus: Utopia, S. 178. ↩︎
  10. Johannesevangelium 8, 31-36: Die Bibel. Vgl.: Fides et Ratio: Papst Johannes Paul II.. ↩︎